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Produktionshalle Bernecker+Rainer
Bauherr: Bernecker+Rainer Industrie- und Elektronik GmbH
Standort: Eggelsberg 1998 - 2000
Hightech Produktion am Land.
Produktionsstätte Bernecker & Rainer.

Wirtschaftliches Wachstum braucht ein architektonisches Umfeld, das flexibel auf die sich ständig ändernden Raumanforderungen eines Unternehmens eingeht. Wenn man dazu noch in einem ruralen Umfeld operiert, dann muss sich die Architektur nach außen hin eher zurücknehmen und ihre wahren Stärken vielmehr im Innenraum entwickeln. Ein Beispiel hierfür ist die Produktionsstätte von Bernecker & Rainer in Eggelsberg/Oberösterreich.

Wer wie Bernecker & Rainer am Land Elektronikkomponenten für alle Anwendungsbereiche der Maschinenautomation und Prozessleittechnik herstellt, hat andere architektonische Bedürfnisse als vergleichbare Unternehmen, die im urbanen Raum angesiedelt sind.

Kaufmann|Partner hat für das Unternehmen bisher in zwei Etappen die baulichen Anforderungen für Produktions- und Verwaltungsgebäude geplant und umgesetzt. Derzeit wird bereits an Phase drei geplant und gearbeitet.

Rurales Umfeld.
In der ersten Bauphase hat sich die Gebäudekonzeption ganz klar am ländlichen Umfeld orientiert. Sie versucht erst gar nicht sich von der Umgebung abzuheben, sondern gliedert sich vielmehr in den Kontext der bestehenden Bausubstanz des ruralen Umfeldes ein. Dabei verliert sie sich nicht in Kleinteiligkeit, sondern schafft einen nach Innen gerichteten modernen Produktionsraum. Die zweite Ausbaustufe versuchte dem ganzen auf Basis des mittlerweile groß gewordenen Werksgeländes eine Erscheinungsform zu verleihen, die innere Prozesse außen andeutet. Spezielles Augenmerk wurde auf die Organisation und die Gestaltung des Produktionsablaufes gelegt. Was nach außen auf den ersten Blick beliebig erscheint, entwickelt im Innenraum seine nicht ganz alltägliche architektonische Funktion. Denn das Besondere an dieser Art Produktionsraum ist, dass es sich dabei nicht um eine klassische Montagehalle handelt, in der Bauteil für Bauteil fließbandmäßig oder in Gruppen gegliedert zusammengebaut werden, sondern die Arbeitsplätze sind vielmehr produzierende Büroarbeitsplätze. Dadurch wird eine hohe Flexibilität der schnell wachsenden Gesamtproduktion erreicht, denn jeder Arbeitsplatz funktioniert sowohl im Sinne der hoch technologisierten Produktion als auch im Sinne eines effektiven Administrationsbereiches.

Das Unternehmen entwickelte sich rasant und darum wird bereits an Phase drei der baulichen Entwicklung gearbeitet. In Zukunft wird mit dem weiteren Ausbau nicht nur die Produktion erweitert, sondern neben einem vergrößerten Kantinenbereich für Mitarbeiter extra Raum für die Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Unternehmens geschaffen.

Fotos: Dietmar Tollerian, Luftbild: B&R
Text: Norbert Tomasi